Beiträge von Hagen

    Das ist einfach nur traurig. Wenn Frau Wagner in Bayreuth wohnenbleibt, ist es völlig unverständlich, dass sie vom Hügel wegzieht. Oder ist es tatsächlich ein Zeichen, dass sie sich "vom Acker" machen wird? Dann würde man ihre Handlung verstehen können. Aber dann wäre es genauso traurig, denn es würde bedeuten, dass die Zeit der Familie Wagner in Bayreuth an ihr Ende gekommen wäre. Denn ein anderer Wagner als ihr Nachfolger ist ja nicht in Sicht.

    Leider wohl schon verkauft…

    Hätten Sie es sich leisten können?

    Schätzpreis aus dem hohlen Bauch, inc. Grundstück und Nebengebäuden: 2,8 Millionen Euro.

    Wie bitte? Welcher, der rechte oder der linke?

    Vielleicht sehe ich ja völlig falsch. Aber ich sehe hinten ein eingerahmtes Photo an der Wand mit einer reflektierenden Glasscheibe. Und auf diesem Photo ist meiner Vermutung nach eine Reproduktion eines Richard Wagner - Photos.

    Wagner! Schauen Sie sich das Bild mal genau an!

    Die Gattin von Herbert Reinecker, dem Drehbuchautor, hieß Brunhilde und sie lebten am Starnberger See. Er selbst ist am selben Tag geboren wie Cosima Wagner.

    Und er ist in Hagen (!!!) geboren. 8| :D :P

    Das wären zu viele Zufälle. Er war (zumindest ein Krypto-) Wagnerianer.

    Interessant finde ich auch, dass das Sprach- und Sprechniveau ein ganz anderes ist: man die Schauspieler problemlos verstehen kann.

    Die hatten anscheinend noch eine andere Ausbildung. Am Theater ist es ja auch so. Heute wird da oft rumgenuschelt und man versteht nichts, oder eben rumgebrüllt.

    Dass da ohne Ende gesoffen und geraucht wurde, finde ich geradezu sympathisch, es ist so unspießig gegenüber den heutigen, puritanischen, genussfeindlichen Tendenzen.

    Ja, das stimmt tendentiell, aber "ohne Ende" wird gerade nicht geraucht und getrunken, sondern alles in Maßen. Der Kommissar läuft ja auch nicht angetrunken durch die Gegend.

    Es wäre ja mal ein Thema für Dissertationen: "Die Verwendung von klassischer Musik in Fernsehkrimis unter besonderer Berücksichtigung von Bach und Wagner"

    Völlig unerwartet fand ich heute dieses:

    Hier ab 17.40 min: https://www.youtube.com/watch?…wFS7M3lYHQ9ey9IY&index=11


    Na ja, musikalisch war es nicht zu erkennen, aber dass der Schauspieler mit der sonoren Stimme "Euch macht ihr´s leicht" intonierte und damit Wagners "Meistersinger" - Sachs zitierte ist schon irgendwie lustig, zumal der Kommissar-Sachs ansonsten gar nicht mehr vorkommt in dieser Sendung. Wohl ein Spaß des Drehbuchautors und irgendwelcher Mitwisser! Wer von den Zuschauern dieses Zitat wohl damals erkannt hat?


    Und der Großmeister der deutschen Musik, von Wagner hochverehrt, kommt hier ab 49.30 min bis 53.01 min zum Klingen mit der "Kunst der Fuge", allerdings in einem sehr flotten Tempo, ich schätze gespielt von Play Bach:


    https://www.youtube.com/watch?…wFS7M3lYHQ9ey9IY&index=12


    Schön sind sie ja, die alten Kommissar-Serien, eigentlich unübertroffen, schon gar nicht übertroffen von "Derrick", "Der Alte", oder "Tatort"! Aber dass ich diese beiden musikalischen Bonbons darin finden würde, hätte ich in dieser abendlichen Nostalgie-Stunde nicht erwartet.

    Vielleicht regt Sie dieser Beitrag an, mal wieder ein paar alte "Kommissare" in Erinnerung zu rufen. Es ist ja auch ein Blick in die Vergangenheit: noch viele Gebäude von außen kaputt; die Lichtdrehschalter, die alten Telephone, die Wohnungseinrichtungen, die Spielautomaten und Jukeboxes, die Kleidung, die Frauen- und Rollenbilder (z.B. gleich in der ersten Folge, Staffel 1: Kommissar Keller zu seiner (deutlich jüngeren) Frau zum Abschied, nachdem sie ihm fürsorglich und umsorgend unter anderem die Krawatte umgelegt, die Gummischuhe übergezogen und den Mantel aufgenötigt hat: "Du bist dumm, aber lieb." (ab min 3.00); aber die ganze Szene davon ist sehenswert, ab min 1.44: https://www.youtube.com/watch?…tTNzjV_6tp28ltYs&index=12 ). Herrlich!


    Man trifft auch viele alte, uralte Schauspieler-Bekannte: z.B. Johannes Heesters, Elisabeth Flickenschildt, Volker Lechtenbrink und übrigens auch Horst Tappert und viele andere. Die Schauspielkunst ist oft großartig (bei Tappert übrigens nicht, den ich immer für völlig überschätzt hielt).

    Interessant ist, dass die Sendungen alle in unterschiedlichen Milieus spielen und immer wieder überraschen. Dabei haben sie keinen horror vacui, manchmal stockt die Handlung, Einstellungen bleiben eine Zeit lang stehen, Stimmungen werden ausgekostet. Dazu die Höflichkeit und der dröge und stille, danei immer freundliche Witz von Erik Ode, der immer höflich und ruhig bleibt.

    Besonders auffällig in den Serien ist, dass viel geraucht und getrunken wird, auch der Kommissar lässt sich immer wieder Cognac eingießen, trinkt in Kneipen mit seinen Mitarbeitern Bier und Schnaps. Alles vorbei heute! Gut so! Aber Rauchen und Trinken konnte Verbrecher und deren Jäger auch verbinden.


    Also, wenn ich in einer der Serien mal wieder klassische Musik finde, lasse ich es Sie wissen.

    "Die Bühne mein Leben"

    Was schrieb er darin? Dass er gerne auf der Bühne sterben möchte? Oder meinen Sie einfach nur, dass die Bedeutung der Bühne allein schon in dem Titel zum Ausdruck kommt?

    Und mit diesem Konzert werde ich mich endgültig von ihm verabschieden:

    Schade! Warum wollen Sie ihm die Treue für die nächsten 20 Jahre aufkündigen? Er wird sich zum herrlichen schwarzen Bass entwickeln. Seine Abschluss-Welttournee 2045 wird er mit dem Komtur und dem Titurel bestreiten. Wollen Sie das etwa verpassen?

    Ich weiß ja nicht .... das klingt für mich alles ein wenig nach Pippi Langstrumpf und ihrem berühmten Lied von der Welt, die sie sich mach, wie sie ihr gefällt.

    In Karles Ruhe trieb man Spott

    Mit Wagnern und mit seinem Gott.

    Denn Wolfram ist ein übler Bengel,

    Erwürgtet gar den edlen Engel.


    Wie quälet doch des Meisters Werk

    So mancher Regisseuren-Zwerg.

    Dem Meister ist gewiss das über,

    Doch thront er gleichmütig darüber.


    Denn dieses Blödsinns arg Bestreben
    Wird sicher nicht lang´ überleben.

    Ganz anders Wagners Wartburg-Werk,

    Des großen Geist´s Ehrengemerk!


    Nur wird bezahlt der Unsinnn teuer

    Durch aller braven Bürger Steuer.

    Allein darum sei abgestellt,

    Was Meister, Werk, Betrachter quält.


    Drum stimmt mit Euren Füßen ab,

    Geht da nicht hin, wendet Euch ab!

    Beschweigt zudem des Hehren Hohn!

    So findet er sein'n rechten Lohn.

    In der Zeit von Köhler gab es da auch schlimme Abende, die an eine schlechte Kurkapelle erinnerten.

    Na ja, das lag vielleicht auch ein wenig an Herrn Köhler, denn er war kein Dirigiergenie. Er konnte begeistern, aber "verwirbelte" sich auch manches Mal beim Dirigat.

    Unter Schirmer habe ich allerdings etwas Kurioses erlebt. In Mahlers 2. Symphonie, Takt 18 wo Englisch Horn und Oboen einsetzen, setzte einer von ihnen (ich weiß nicht mehr wer, glaube Englisch Horn) einen Takt zu früh ein. Ansonsten war das eine phantastische Aufführung. Ich meine, das wäre bei der Wiedereröffnung des Kurhauses gewesen. Aber da bin ich mir nicht mehr ganz sicher.