Marcel Prawy

  • Ein kleiner Nachtrag:

    Ja, ich habe Dr. Prawys Aussage auch so in Erinnerung, wie Sadko sie hier zusammengefasst hat.

    Allerdings hat mich immer gereizt, die Aussagekraft von gut klingenden und flott formulierten Sätzen zu überprüfen. So war es auch damals, als ich Dr. Prawys Äußerungen zum ersten Mal hörte (oder las).

    Man muss im Fall von Dr. Prawy von einem der akustisch schlechtesten Plätze der Staatsoper ausgehen. Ich denke an Proszeniumsloge rechts, 1. Reihe, Sitz 5. Meine Erinnerung behauptet, dass ich ihn dort immer sitzen sah. Es ist ein Platz über dem Schlagwerk, den Trompeten, Posaunen, dem Cimbasso und den Tuben.

    Da ich manchmal sehr bühnennahe Plätze auf der rechten Seite hatte, weiß ich, wie verschoben dort der Orchesterklang ist. Dann nehme man ein Orchester in einer Größe, wie es für „Götterdämmerung“ oder „Elektra“ vorgesehen ist, aber es genügt auch das der „Bohème“, und versuche in den Klangmassen einzelne Instrumente, die alle auf der linken Seite spielen, hörend zu verfolgen. Aus manchmal fünf Klarinetten und acht Hörnern Nummer 2 und Nummer 3 herauszuhören.

    Ich kam zu dem Schluss: Im besten Fall kann ich den MusikerInnen zuschauen, dass sie spielen, mehr traute ich mir seriöserweise nicht zu behaupten.

  • Alles klar, verstehe, danke für die Erwiderung! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man mit Übung und regelmäßigem Blick in die Partitur durchaus einzelne Stimmen aus dem Gesamtklang herauszuhören vermag, aber selbst überprüft habe ich das nicht.

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