Herbert Blomstedt

  • Heute wird Herbert Blomstedt 97 Jahre, und genau heute dirigiert er in der Stiftsbasilika St. Florian (in der Nähe von Linz) Bruckners 9. Symphonie mit den Bambergern Symphonikern. Hätte ich das früher mitbekommen, wäre ich vermutlich hingefahren.

    (Dieses Konzert wird am 12. Juli im Passauer St. Stephansdom sowie am 13. Juli im Bamberger Dom wiederholt.)


    Quelle: Link.

  • Wünschen wir gutes Gelingen für das Konzert und dem Geburtstagskind für das neue Lebensjahr Gesundheit an Geist, Leib und Seele, und dass er noch so manche Konzerte wird geben können, die beglücken.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Das Geburtstagskonzert wird heute um 19.00 Uhr in unserem Festspielsender Ö1 übertragen und man kann es auch nachhören (was ich tun werde).

    Danke für den Hinweis! Das höre ich mir jetzt spontan an. :)

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Ich bin überrascht und begeistert. Das hatte nichts Abgeklärtes, Glattes, aber auch keine Effekthascherei. Das klang so frisch wie ernsthaft; so gegenwärtig und direkt, als hätte man es zum ersten Mal gespielt bzw. gehört, oder eben zum letzten Mal. Keine zu langsamen Tempi, kein Klangbrei, aber auch keine Hatz! Über nichts wurde hinwegdirigiert und - gespielt. Die großen Bögen gingen nicht zu Last des Einzelnen. Die harmonischen Schärfen waren schneidend spürbar. Eine unglaubliche Interpretation! Wie muss das erst für die Anwesenden geklungen haben!

    Gratulation und tiefe Verneigung, Herr Blomstedt und Bamberger!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Was für eine lächerliche "Kritik" des Konzertes mit Herbert Blomstedt: https://www.krone.at/3455526 . Seltsamerweise ist ansonsten bisher im Internet nichts weiter zu dem Konzert erschienen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Ich bin überrascht und begeistert. Das hatte nichts Abgeklärtes, Glattes, aber auch keine Effekthascherei. Das klang so frisch wie ernsthaft; so gegenwärtig und direkt, als hätte man es zum ersten Mal gespielt bzw. gehört, oder eben zum letzten Mal. Keine zu langsamen Tempi, kein Klangbrei, aber auch keine Hatz! Über nichts wurde hinwegdirigiert und - gespielt. Die großen Bögen gingen nicht zu Last des Einzelnen. Die harmonischen Schärfen waren schneidend spürbar. Eine unglaubliche Interpretation! Wie muss das erst für die Anwesenden geklungen haben!

    Danke für die Einschätzung! Ich bin leider noch nicht dazugekommen hineinzuhören (danke an Bernardin für die Mitteilung der Übertragung!), aber ich werde das noch nachholen. Sehr schön, dass sich Blomstedt offenbar wieder erfangen hat und in diesem biblischen Alter noch so gut dirigiert! Ich freue mich schon auf's Anhören!


    Was für eine lächerliche "Kritik" des Konzertes mit Herbert Blomstedt: https://www.krone.at/3455526 .

    Ja, dieser Text ist wirklich in der Tat mikrig. Ich habe den Verfasser gegoogelt, und es handelt sich offenbar um einen Musiker! (Siehe Biographie auf seiner Homepage: Link). Ich glaube, die schlüssigste Erklärung für die Nicht-Qualität dieses Artikels ist, dass der Text auf die Leserschaft der Kronen Zeitung entsprechend zugeschnitten ist. Handfeste Aussagen zur musikalischen Qualität interessieren dort offensichtlich nicht.

  • Ich glaube, die schlüssigste Erklärung für die Nicht-Qualität dieses Artikels ist, dass der Text auf die Leserschaft der Kronen Zeitung entsprechend zugeschnitten ist.

    Das ist nachvollziehbar. Aber dass ein Musiker solche Sätze schreibt "Einige spielten auch auswendig und hielten Blickkontakt mit Kolleginnen oder bestaunten die schöne Kirche.", ist eines Musikers nicht würdig und eigentlich auch eine Beleidigung seiner Leser, selbst der Leser dieser Zeitung.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Seltsamerweise ist ansonsten bisher im Internet nichts weiter zu dem Konzert erschienen.

    Es gibt eine Kritik in den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN), der einzigen Qualitätszeitung im Land ob der Enns. Sie ist leider hinter einer Bezahlschranke verborgen.

    Wiener Rezensenten haben im Moment anderes zu tun, sie dürfen ja bei den Bussi-Bussi Events im Burgenland nicht fehlen: „Aida“ im Steinbruch und „My fair Lady“ in Mörbisch.

    Die „OÖ-Krone“ (dieses „Revolverblatt“ wurde übrigens von einem Journalisten gegründet, der Johann Strauß zu seinem letzten Operettenerfolg – „Waldmeister“ - das Libretto geschrieben hat) hat mit dem Ordenspriester und Komponisten Balduin Sulzer bis vor fünf Jahren einen hervorragenden Musikkritiker gehabt. Er war in dieser niveaumäßig immer tiefer sinkenden und immer mehr sich dem „Revolverblatt“ der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts annähernden Krawallzeitung einer der ganz ganz raren geistigen und kulturellen Leuchttürme.

    Johannes Sonnberger dürfte mit Bruckners Neunter nix anfangen können, sich fadisiert und schließlich einige Sätze in grauenvollem Deutsch an die Redaktion gerichtet haben.

    Was in der „OÖ Krone“ natürlich nicht fehlen durfte: der peinliche Lokalpatriotismus.

  • sich fadisiert

    Wie schön! Ist das in Österreich noch ein gängiger Ausdruck?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Herbert Blomstedt dirigierte in Bamberg und wurde dort geehrt: https://www.tvo.de/mediathek/v…erdigt-herbert-blomstedt/


    Diese Kritik kann ich leider nicht lesen: https://www.fraenkischertag.de…onikern-im-dom-art-369596 . Aber auch hier ist von einem "in vielerlei Hinischt ergreifenden Konzert" die Rede.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

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