Bayreuther Festspiele 2024: allgemein

  • Ich glaube also, dass die (unrealistische) Umsetzung dieses Vorschlags das Gegenteil dessen bewirken würde, was angeblich bewirkt werden soll.

    Das sehe ich auch so. Und was die Jugend betrifft: es gab und wird sicher immer Menschen geben, die schon im zarten Jugendalter, einmal mit Wagner konfrontiert, ihn nie mehr loslassen, bzw. von ihm nie mehr losgelassen werden. Aber man kann sich noch so bemühen: Wagners Musik ist keine, die besonders Jugendliche anzusprechen vermag, wenn sie schon so wenige Ältere wirklich anspricht (anders eben als Mozart und Verdi etwa). Vielen gilt Wagner als zu schwer. Und wenn man nicht persönlich an Wagner herangeführt wird, oder eben kein Initiationserlebnis mit ihm hat, bleibt einem seine Gedanken - und Notenwelt wohl erst einmal verschlossen. Wagner ist also nicht jedermanns Sache und wird es auch nicht werden durch eine weitere Eventisierung Bayreuths unter Aufgabe der Unverwechselbarkeit.

    Eine Lösung des Problems, mehr Karten an den Mann zu brinen, sähe ich in dem, was ich schon vor Jahren vorgeschlagen habe, nämlich eine Zeitlang nicht mehr jedes Jahr zu spielen, sondern nach jeweils zwei Jahren mal ein Jahr zu pausieren. Dass auch niedrigere Eintrittspreise und weniger sinnfreie Inszenierungen dem Publikumsinteresse deutlich aufhelfen würde, ist schon oft genug gesagt worden.

    Wer meint, das würde die öffentliche Hand zu viel Geld kosten, sei daran erinnert, wie fast schon beschämend gering der Betrag ist, den Bayreuth erhält, setzt man ihn in Bezug zur Bedeutung, die diese Festspiele für die deutsche Kultur haben, vor allem im Vergleich zu den vielen Milliarden (man denke nur an das 100 Milliarden - "Sondervermögen"), die für weitaus weniger humane Zwecke ausgegeben werden als für diesen Anteil der Kultur, der mit weltweiter Ausstrahlung den Utopien der Humanisierung der Menschheit verpflichtet ist.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Wer meint, das würde die öffentliche Hand zu viel Geld kosten, sei daran erinnert, wie fast schon beschämend gering der Betrag ist, den Bayreuth erhält,

    Man kann das ja auf der Seite der Festspiele nachlesen:


    https://www.bayreuther-festspiele.de/festspiele/struktur/


    Es sind Peanuts.

    Zum Vergleich: die städtischen Bühnen in Frankfurt erhielten für die Saison 23/24 von der Stadt einen Zuschuss in Höhe von 78,8 Mio. Euro (ich weiß, kann man schlecht vergleichen, da Ganzjahresbetrieb versus Festspielbetrieb nur im Sommer). Darüber hinaus soll der Neubau von Schauspiel und Oper in Frankfurt rund 1 Mrd. Euro kosten (nach derzeitigen Stand). Bei allem Verständnis für die Kultur: da schlackert man mit den Ohren und fragt sich, ob das nicht auch günstiger ginge. Solche Zahlen sind ja kaum vermittelbar.

  • Betreff: Oh Claudia!


    Liebe Mitglieder und Freunde,


    1) WHATSAPP

    Zur Belebung der Kommunikation unter den Mitgliedern des RWVOM habe ich vor längerer Zeit eine so genannte WHATSAPP-Gruppe eingerichtet.

    Besitzer von Mobiltelefonen können auf diese Weise mit Hilfe der APP "WHATSAPP" Texte und Bilder austauschen - hoffentlich themenbezogen zu:

    - Richard Wagner

    - Oper im Allgemeinen

    - Klassische Musik

    - Kultur in München

    Bisher war unser WHATSAPP-Kreis bescheiden (24 Mitglieder).

    Gleichzeitig kann ich aber über den "Richard Wagner Verteiler" Mails an jeweils 850 "Mitglieder und Freunde" gleichzeitig senden.

    Die Teilnehmer bleiben dabei anonym wie Radiohörer.

    Bei WHATSAPP treten Sie persönlich (nur) für die Gruppenteilnehmer sichtbar in Erscheinung.

    Wenn Sie also Lust haben, an unserer WHATSAPP-Gruppe RWVOM teilzunehmen,

    senden Sie mir einfach Ihre Mobilnummer und ich nehme Sie umgehend auf.

    Austreten können Sie jederzeit selbst wieder.

    Als Gruppenmoderator behalte ich mir vor, Beiträge, die sich auch beim besten Willen nicht den oben genannten Themen zuordnen lassen oder mir "extrem unpassend" erscheinen, zu löschen.

    Nachhaltige Verstöße gegen diese einfachen Regeln können im Extremfall auch zum Ausschluss führen.

    2) KULTURSTAATSMINISTERIN Claudia Roth äussert sich saison-bedingt "fundiert" zur Zukunft der Bayreuther Festspiele

    https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/claudia-roth-bayreuth-publikum-juenger-glosse-100.html


    3) Kartenangebot

    09.08.24 Tristan 1x Reihe 10/1 € 275,00 bzw. VB


    10.08.24 Parsifal 1x Reihe 8/2 € 225,00 bzw. VB


    bei Interesse bitte melden bei Bärbel Franz: Tel. 01577 157 2758 oder Mail: erda@gmx.de


    mit freundlichem Gruß


    Karl Russwurm, Vorsitzender
    Richard Wagner Verband - Die Opernfreunde München e.V.
    www.rwv-muenchen.de
    mobil erreichbar unter: 01522 88 999 32

    "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (Theodor W. Adorno)

  • 2) KULTURSTAATSMINISTERIN Claudia Roth äussert sich saison-bedingt "fundiert" zur Zukunft der Bayreuther Festspiele

    https://www.br-klassik.de/aktu…m-juenger-glosse-100.html^^ ^^ ^^

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • Zitat:


    Wieder einmal zeigt sich, dass man sich in der Politik stets auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt: Es würde nicht wundern, wenn Claudia Roth die Durchschnittsgröße der Festgäste auf einen Meter festlegt, so dass ältere Wagner-Pilger auf ganz flache Schuhe angewiesen wären. Das berühmte Kneippbecken am Festspielhaus müsste natürlich umgehend geschlossen werden. Das deutlich verjüngte Publikum kann meist noch nicht schwimmen und bevorzugt sowieso Hüpfburgen oder Schlammstationen, der Rote Main ist ja nicht weit.


    :D

    "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (Theodor W. Adorno)

  • Das deutlich verjüngte Publikum kann meist noch nicht schwimmen und bevorzugt sowieso Hüpfburgen oder Schlammstationen, der Rote Main ist ja nicht weit.

    Auch mit Sekt und Whisky ist es dann nichts. Es gibt nur "Mimes Würzlimo". Und geraucht werden darf auch nicht. Für die kleinen Möchtegroße werden aber Kaugummizigaretten der Marke "Loge" gereicht.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

  • "Deinen Sudel sauf' allein!"

    Immer ist Undank Hagens Lohn. ;(

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein.
    (R. Wagner, Kunst und Revolution,1849)

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